Nach dem Abstieg der „Deutschen Adler“ trat das neu formierte und verjüngte Team in der „Rugby Europe Trophy 2026/27“ in Litauen an. Die Länderspielserie wird über zwei Jahre ausgetragen, im Trophy Wettbewerb spielen die Mannschaften aus Tschechien, Schweden, Dänemark, Malta, Litauen und Deutschland mit Hin- und Rückspiel gegeneinander. Litauen und Dänemark, als Aufsteiger, zählen zu den schwächeren Gegnern. In der vergangenen Serie konnte Litauen im direkten Vergleich mit Kroatien nur knapp den Abstieg verhindern.
Im Dress der Schwarzen Adler v.r.: Alex Brosowski, Jan Piosik und Tobias Bauer
Nach dem Abstieg haben einige Spieler der „Deutschen Adler“ ihre Karriere als Nationalspieler beendet. Auch das Trainerteam hat sich neuformiert. Michael Poppmeier ist neuer Bundestrainer der 15er-Nationalmannschaft. Der 44-jährige gebürtige Südafrikaner hatte viele Jahre selbst in der deutschen Nationalmannschaft gespielt und gehörte dabei zu den Leistungsträgern. Er trat das Amt im Juni 2026 an und folgte auf Mark Kuhlmann, der nach dem Abstieg im Mai 2026 zurückgetreten war. Mark Kuhlmann ist mittlerweile Cheftrainer von Hannover 78.
Zu dem 23 köpfigen Aufgebot zählten auch die drei 78er Jan Piosik, Tobias Bauer und Alexander Brosowski. Im Nationalstadion der litauischen Rugbyhochburg Schiauliai standen die drei 78er in der Startformation. Tobias Bauer auf der zweiten Reihe und Schlussspieler Alexander Brosowski spielten über die gesamte Distanz, Gedrängehalb Jan Piosik wurde in der 63. Minute ausgewechselt.
Über die gesamte Spielzeit dominierten die „Deutschen Adler“ das Spielgeschehen. In der 3. Spielminute fiel bereits der erste Versuch durch den deutschen Hakler (Nr. 2) Darren Bruce Ferrer, der beim Club UL Bohemian RFC (Limerick) in der zweiten irischen Rugbyliga spielt. Verbinder Nikolai Klewinghaus-Hacker verwandelte die erste Erhöhung ebenso sicher, wie noch weitere folgende fünf Erhöhungskicks. Lediglich ein Tritt zu den Goalstangen verfehlte sein Ziel.
Bis zur 18. Spielminute lag das deutsche Team nach vier Versuchen mit 26:0 in Führung, ehe die Gastgeber in der 23. Minute zu ihren ersten und einzigen Punkten in dem Spiel kamen. Nach Versuch und Erhöhung stand es 26:7 aus deutscher Sicht.
Die Deutschen Adler standen sicher im Gedränge und holten die Mehrzahl der eigenen Gasseeinwürfe. Zusätzlich wurden einige gegnerische Gassebälle erobert. Im offenen Spiel war das deutsche Team klar die bessere Mannschaft. Die Mehrzahl der deutschen Bälle wurden mit der Hand gespielt, sodass das neu formierte deutsche Team viele Gelegenheiten zum Einspielen erhielt. Beim Stand von 40:7 wurden die Seiten gewechselt.
In der zweiten Hälfte kontrollierten die Deutschen weiterhin das Geschehen. Die gesamte Auswechselbank konnte in der zweiten Halbzeit wichtige Erfahrungen in der Nationalmannschaft sammeln. Am Ende stand es 54:7 für die „Deutschen Adler“. Die Punkte wurden durch acht Versuche und sieben Erhöhungen erzielt. Jan Piosik legte einen Versuch, Alexander Brosowski erhöhte den letzten Versuch ebenso sichert. Glückwunsch an unsere drei 78er, Glückwunsch an das Team und den Trainerstab für diesen deutlichen Erfolg gegen einen überforderten Gegner.
Am nächsten Samstag, 7. November 2026, spielen die „Deutschen Adler“ in Malta, am darauffolgenden Samstag, 14. November 2026, kommt es zum ersten Heimspiel in Köln gegen Dänemark.
Text: Bert Oltersdorf
