Mit einem offenen Austausch über Ideen, Wünsche und Perspektiven für die Zukunft von Hannover 78 ist am Mittwochabend, den 10. Juni 2026 die neue Veranstaltungsreihe „Dialog an der Pyramide“ gestartet.
Rund 20 Mitglieder folgten der Einladung des Vorstands und nutzten die Gelegenheit, ihre Gedanken und Anregungen in entspannter Atmosphäre einzubringen. Zum Auftakt begrüßte Vereinspräsidentin Bettina Huep-Würzberg die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und gab einen Einblick in aktuelle Projekte sowie die zukünftige Entwicklung des Vereins.
Besonders erfreulich ist die Fertigstellung der neuen Bouleanlage, die Umrüstung von drei Tennisplätzen zu modernen Ganzjahresplätzen und die die Fusion mit dem Drachenbootverein Hannover.
Im Anschluss übernahm Jaap Breuste (Bild oben), Spieler der 1. Rugby-Mannschaft, das Wort und schilderte seine persönlichen Wünsche und Vorstellungen für die Weiterentwicklung des Vereins. Dabei wurde deutlich, dass die Gewinnung zusätzlicher ehrenamtlicher Unterstützer eine wichtige Aufgabe für die kommenden Jahre bleiben wird. Ebenso wurden Wünsche zur Akquise neuer Sponsoren sowie weiterer Fördermittel diskutiert, um die erfolgreiche Vereinsarbeit langfristig zu stärken.
Konstruktive Umsetzungswege gefordert Ehrenpräsident Günter Küster brachte anschließend seine langjährige Erfahrung in die Diskussion ein. Er regte an, bestehende Gremien zukunftsorientiert weiterzuentwickeln und unter anderem die Idee eines „Wirtschaftsrats“ vorgestellt, der den Vorstand künftig bei Investitionsentscheidungen beratend begleiten könnte. Die Teilnehmer nahmen diese und weitere Vorschläge mit großem Interesse auf und diskutierten konstruktiv über mögliche Umsetzungswege.
Zum Abschluss bedankte sich Bettina Huep-Würzberg bei allen Anwesenden für die offene und engagierte Beteiligung. Der offizielle Teil ging anschließend in einen geselligen Austausch über. Der erste „Dialog an der Pyramide“ hat gezeigt, wie das Interesse der Mitglieder ist, die Zukunft von Hannover 78 aktiv mitzugestalten. Die offene Gesprächskultur, die Vielfalt der eingebrachten Ideen und die konstruktive Atmosphäre machen Lust auf weitere Veranstaltungen dieses Formats. 78 blickt damit nicht nur auf einen gelungenen Abend zurück, sondern auch optimistisch auf die kommenden Jahre der Vereinsentwicklung.
Text: Katharina Freyberg
Anmerkung der Redaktion: 22 Teilnehmende sind nur 2,4 % der Gesamtmitglieder – das muss einfach mehr werden.
Kommentar des Ehrenpräsidenten
Rückblickend auf die Jahreshauptversammlung und die Informationsveranstaltung vom 10. Juni bin ich erschrocken über die äußerst schwache Beteiligung quer durch den Verein. Das beginnt bereits bei den Abteilungsvorständen und zieht sich bis hin zu unseren Mitgliedern.
Es ist auch keine Ermutigung für unseren Vorstand, wenn seine Arbeit bei euch kaum wahrgenommen wird und zudem nur wenige oder gar keine Anregungen von Mitgliedern und Eltern eingehen, was verändert oder verbessert werden könnte.
Brauchen kritische Stimmen
Wir brauchen den Austausch. Wir brauchen kritische Stimmen, aber ebenso positive Rückmeldungen und Bestätigung für den Vorstand und die Abteilungsleitungen. Dabei gibt es durchaus viele positive Beispiele für das Engagement von Mitgliedern sowie Eltern unserer Kinder und Jugendlichen in allen Abteilungen.
Die finanzielle Situation erlaubt es seit Jahren nicht, größere Ausgaben oder Investitionen ohne langfristige Planung vorzunehmen. Manche Kosten könnte der Verein finanziell reduzieren oder sogar einsparen, wenn uns bekannt wäre, in welchen beruflichen Bereichen unsere Mitglieder und Eltern tätig sind und welche Kompetenzen sie einbringen könnten. Der Datenschutz erschwert allerdings die Erfassung dieser Informationen.
Vielleicht sollte über den Hauptverein gesteuert werden, welche Aufgaben anstehen. Diese könnten veröffentlicht werden, verbunden mit der Hoffnung auf eine rege Unterstützung – unabhängig davon, aus welcher Abteilung oder von welcher Seite diese kommt.
Darüber hinaus muss die Kommunikation erheblich verbessert werden. Es sollte einen zentralen Hauptkanal geben, über den alle Mitglieder erreicht werden. Die Mitteilungen der einzelnen Sparten sollen darunter selbstverständlich nicht leiden, sondern diesen sinnvoll ergänzen.
Text: Günter Küster




