Nach der Auswärtsniederlage gegen die Schweiz ist der Abstieg der deutschen 15er-Rugbynationalmannschaft der Männer (Schwarze Adler) aus der Men’s Rugby Europe Championship 2026 besiegelt.
Es hat am Ende wieder nicht gereicht. Die Ursachen: Mangelnde Cleverness, eine unfassbar hohe Fehlerquote im Gassenspiel, zwei Zeitstrafen (eine gelbe und eine rote Karte), zu wenig gute Angriffsbälle und eine Hintermannschaft, die über weite Phasen zu langsam, zu drucklos und zu ideenlos spielte. Positiv war der Kampfgeist, vor allen Dingen im Sturm, und ein gutes angeordnetes Gedränge.
Am Samstag, 7. März 2026, musste das deutsche Team auswärts in Yverdon-les-Bains antreten. Mit Dustin Mizera hatte Bundestrainer Mark Kuhlmann wieder einen 78er für das Spiel gegen die Schweiz nominiert, der von Beginn an auf der ersten Reihe zum Einsatz kam.
Zum Spielverlauf: Die ersten Minuten gehörten den Deutschen. Bereits nach vier Minuten gingen die Schwarzen Adler nach einem Versuch in Führung. Die Schweizer verkürzten kurz danach und gingen ebenfalls nach einem Versuch in Führung. In der 13. Spielminute gingen die Deutschen nach einem Straftritt zum 10:8 erneut in Führung. Nach zwei Regelverstößen mussten die Deutschen teilweise mit zwei Mann in Unterzahl verteidigen. Bereits im Spiel gegen Belgien kassierte Mannschaftskapitän Justin Renc eine gelbe Karte. In diesem Spiel gegen die Schweiz war es sogar eine rote Karte für Justin Renc. Die Deutschen verteidigten aufopferungsvoll. Das hatte viel Kraft gekostet. Nach mehreren guten Angriffsphasen legten die Schweizer einen Versuch zum 15:10 Pausenstand.
In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein Kampfspiel auf beiden Seiten. Immer wieder wechselte die Führung. Gerade die deutschen Stürmer zeigten eine große Moral und trugen den Ball immer wieder nach vorne. Dennoch blieb die Fehlerquote hoch. Am Ende gewannen die Schweizer das Spiel mit 35:25.
Rugby Deutschland steigt verdient in die Rugby Europe Trophy ab.
Text: Bert Oltersdorf
